LS

Rio 2016 ist vorbei.

Rio2016 Eröffnungsfeier

Rio 2016 ist vorbei.

Mit ein paar Tagen Abstand schaue ich zurück auf sehr emotionale Olympische Spiele und möchte meine Erfahrungen hier mit Euch teilen...

Es hatte solide begonnen. Am Tag zuvor konnte ich mich im Fechten gewohnt gut präsentieren. Ein kleiner Hänger inmitten der 35 Gefechte brachte mich um ein paar Treffer, doch nahm ich mehr als ausreichend Punkte in den nächsten Wettkampftag mit, um vorne mitmischen zu können.
Dann folgte der schwärzeste Tag meiner sportlichen Karriere: Nach meiner Schwimmzeit von 2:21,5 dachte ich, das Schlimmste des Tages sei vorbei. Ich war im Training gut drauf gewesen, schwamm sehr gute Zeiten und schlitterte trotzdem an meiner Zielzeit von 2:18,9 meilenweit vorbei.
Die Bonusrunde war für mich nicht weiter relevant, ich hätte maximal 2 Punkte gewinnen können, verließ nach meinem verlorenen Gefecht gegen die Kanadierin die Planche aber sofort wieder.
Anschließend stand das Reiten auf dem Plan. Nach Schwimmen und Fechten war ich vierte und daher weiterhin klar in Medaillenreichweite. Ich loste Legende, ebenso wie die Tschechin, die bis dahin auf Platz 22 lag. Sie ging vor mir mit der Fuchsstute in den Parcours und musste zwei Verweigerungen hinnehmen. Im Anschluss warnte sie mich: Das Pferd war nicht ehrlich, kündigte die Verweigerungen nicht an. Mein Fazit: Wenn ich aufmerksam bin und gut mit dem Bein unterstütze, sollte ich es besser hinbekommen können. Während der 20-minütigen Abreitzeit blieb ich zuversichtlich, legte sogar meine Gerte weg, um mit den Hilfszügeln besser zurechtzukommen. Nach Sprung drei im Parcours wurde ich dann eines Besseren belehrt: Es konnte an diesem Tag doch noch schlimmer kommen, als beim Schwimmen. Null Punkte im Reiten nach vier Verweigerungen waren unvorstellbar. Damit waren alle Chancen vertan. Den ganzen Tag hatte ich mich auf den Wettkampf konzentriert, war voll auf die Umsetzung der einzelnen Disziplinen fokussiert. In dem Moment, als ich aus dem Parcours rausritt, zogen plötzlich alle Eventualitäten an meinem inneren Auge vorbei: Was wäre, wenn...
Auch meine Bundestrainerin fühlte voll mit mir mit. Ewig lag ich heulend bei meinem Freund in den Armen. Auf das abschließende Laufen & Schießen hatte ich wirklich keine Lust mehr. Ob Platz 30 oder 34, das war alles weit weg von meinem Ziel. Schlussendlich handelte ich aber nach meinen Prinzipien: Wenn ich physisch dazu in der Lage bin, gibt es keinen Grund, den Wettkampf nicht zu Ende zu bringen. Auch den Zuschauern, Freunden und Verwandten, Partnern und Sponsoren gegenüber war ich es schuldig, mich noch einmal zu zeigen und ein anständiges Combined zu absolvieren.
Gerührt war ich von der Reaktion von Konkurrentinnen und Trainern nach meinem Scheitern. Leidensgenossinnen klopften mir auf die Schulter, selbst Trainer anderer Nationen nahmen mich in den Arm. Dieses Mitgefühl hat mir wieder einmal gezeigt, wie besonders der Moderne Fünfkampf und die Menschen sind, die ihn lieben. Mit noch ein bisschen mehr Abstand und Zeit, das Erlebte zu verarbeiten, werde ich mich sicher auch gerne an die weiteren, schönen Momente der Spiele erinnern, von der tollen Stimmung unter allen Deutschen Athleten sportartenübergreifend bis zum Karneval bei der Abschlussfeier.



Kontakt


Für alle weiteren Fragen oder Anregungen steht Ihnen mein Management unter den folgenden Kontaktdaten gerne zur Verfügung

Address

tri:ceps. GmbH
Lösorter Str. 115
47137 Duisburg

behle@triceps-team.de

Autogramm

Für ein Autogramm senden Sie bitte einen ausreichend frankierten Rückumschlag an:
Lena Schöneborn
c/o Förderverein des BVMF e.V.Autogramm
Hanns-Braun-Str./Adlerplatz
14053 Berlin

Phone

+49 (0) 0203 571 99-0
+49 170 4444666