Den ersten Worldcup der vorolympischen Saison in Palm Springs (USA) konnte ich mit 5192 Punkten und einem tollen 3. Platz hinter Amelie Caze (FRA, 5284 Pkt.) und Mhairi Spence(GBR, 5208) abschließen.
Nach unserer zweiwöchigen Vorbereitung im Olympic Training Center in Colorado Springs und unserer anschließenden Anreise nach Palm Springs, haben Eva und ich kurz zittern müssen, da eine Tasche mit unseren Laserpistolen nicht mitgekommen war. Glücklicherweise erhielten wir sie aber noch um 22 Uhr am Abend vor dem Wettkampf, sodass sie am nächsten morgen noch auf die Wettkampfscheiben programmiert werden konnten.
Das Halbfinale lief sehr gut: Nachdem wir den Wettkampf eigentlich bereits um 7:30 Uhr früh beginnen sollten, starteten wir aufgrund von organisatorischen Problemen erst über eine Stunde später, wodurch mir wiederum noch etwas mehr Zeit blieb, jegliche Schläfrigkeit durch Spritzigkeit zu ersetzen. Im Fechten war ich also schnell auf den Beinen und konnte trotz ein paar dummen Fehlern am Ende viele Punkte sammeln. Im Schwimmen war ich mit meiner Zeit von 2:21,3 ebenfalls zufrieden wissend, dass ich für das Finale noch Potenzial haben würde. Abschließend konnte ich beruhigt als Führende in das Combined Event starten und ohne Druck meine ersten Wettkampferfahrungen mit dem neuen Lasersystem sammeln.
Das Finale hingegen fing weniger erfreulich an: Ganz im Gegensatz zum Halbfinale hatte ich im Fechten keine gute Spitzenführung und weniger Tempogefühl, um im richtigen Moment einen Angriff zu starten. Ich erkannte meine Fehler, tat mir aber schwer, sie abzustellen. Bis zum Ende verlief diese Disziplin daher sehr zäh.
Als nächstes konzentrierte ich mich nur auf das Schwimmen. Für den Saisoneinstieg war ich mit der Zeit von 2:19,8 sehr zufrieden.
Anschließend startete ich als 13. ins Reiten. Die Athletin, die das geloste Pferd "Ozzy" vor mit ritt, stürzte leider und konnte den Parcours nicht beenden. Somit stieg ich mit ein wenig Unsicherheit im Hinterkopf auf, als ich an der Reihe war. Beim Abreiten hatte ich Probleme mit Oxer-Sprüngen und wusste, dass ich an dieser Stelle im Parcours besonders aufpassen musste. Der Ritt verlief erfreulicherweise ohne Hindernisfehler, 12 Punkte verlor ich wegen Zeitfehlern.
Bis zum Combined Event hatte ich mich auf Platz 7 vorgearbeitet.
Das erste und zweite Schießen absolvierte ich mittelmäßig, nach dem letzten Schießen verließ ich den Stand dann bereits als 4. Athletin. Auf den letzten 1000m konnte ich noch eine der beiden Britinnen einholen und überquerte schlussendlich als 3. die Ziellinie.
Für den nächsten Worldcup in Italien bereite ich mich nun weitere 10 Tage in Colorado Springs vor und nutze die verbleibende Zeit besonders, um mich mit meinem neuen Schießgerät vertraut zu machen...




